Traditional Tibetan Rugs - artelino

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Home Artikel Buddhismus Gottheiten Vajrapani - artelino

Vajrapani - artelino

Vajrapani.Vajrapani ist einer der acht Bodhisattvas. Eine interessante Gottheit mit einer drolligen Geschichte. Und insgesamt auch für Nicht-Experten gut zu erkennen.

"Vajra" ist dieses komische Donnerkeil Ding und "pani" bedeutet "in der Hand". Damit ist also Vajrapani derjenige, der den Donnerkeil in der Hand hält. Im tibetischen heißt er übrigens Chana Dorje. Vajrapani ist der Sanskrit Name

Vajrapani - eine zornige Gottheit

Vajrapani ist einer dieser zornigen und so gar schrecklich aussehenden Gottheiten. Diese übel dreinschauenden Dämonen sind vermutlich älter als die Lehren des historischen Buddha, die vor über 2.500 Jahren in Indien Einzug hielten. Als der Buddhismus in nördlichere Länder weiter zog wie Nepal und Tibet und dort die Oberhand über die alte schamanistische Bön Religion gewann, wurden alle diese schrecklichen Dämonen quasi domestiziert indem man sie zu Beschützern der Lehre des Buddha ernannte.

Damit ging natürlich der Übergang zum Buddhismus für breite Bevölkerungsschichten leichter. Die konnten zumindest rein äußerlich bei ihren gewohnten Dämonen und Göttern bleiben. Die Hülle blieb und nur der Inhalt änderte sich.

Der mit dem Donnerkeil in der Hand

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Vajrapani wird immer mit dem Donnerkeil in der Hand dargestellt. Manchmal hält er den "Vajra" auch gegen die Brust. Seine Farbe ist das Blau. Und um ihn noch etwas "gefälliger" aussehen zu lassen, trägt er um die Hüfte ein Tigerfell und um den Hals eine lebendige Schlange. Im übrigne steht Vajrapani für Energie und Stärke. Oh ja, genau so schaut er aus!

Vajrapani - ein Bodhisattva

Vajrapani gehört zur Gruppe der Bodhisattvas. Das sind die kleinen Nothelfer des Buddhisten, die man anrufen kann wenn es einem mal wieder so richtig schlecht geht. Die Bodhisattvas sind altruistische Wesen voller Mitgefühl, die nichts anderes im Sinn haben als die armen und noch nicht erlösten Wesen sicher ins Nirvana zu führen.

Vajrapani - der Regengott

Vajrapani soll auch ganz gut im Beherrschen des Regens sein. Immer wenn es nicht genug oder zu viel Regen gibt, können sich Nepalesen oder Tibeter vertrauensvoll an Vajrapani wenden. Es gibt dazu auch eine drollige Geschichte wie Vajrapani sozusagen zum Regen Manager wurde.

Eines Tages wollten auch die Nagas den Predigten des Buddha zuhören. Aber deren tödliche Intimfeinde, nämlich die Garudas waren auch schon da und warteten nur auf eine Gelegenheit um die Nagas zu töten. Sie müssen wissen, dass die Garudas riesige Vogel-ähnliche Wesen und die Nagas halb Schlange und halb Mensch sind. Und die Nagas sind außerdem die Wächter des Wassers und der Spender des Regens.

Damit also die Naga dem Buddha seinen Weisheiten zuhören konnten ohne um ihr Leben zu fürchten, wurde dieser schreckliche Vajrapani quasi als Bodyguard für die Nagas abgestellt. Und damit kam Vajrapani zu seinem Regen Job.

PS: Ich habe vergessen zu erwähnen, dass Vajrapani auf tibetischen Thangkas oder Nepal Figuren manchmal auch in Form eines Garuda gezeigt wird. Das soll daran erinnern, dass er diese Gestalt zeitweise angenommen hat um diese schrägen Garuda Vögel zu täuschen und die Nagas wirkungsvoll zu beschützen.

Dieter Wanczura, August 2010.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. November 2010 um 19:16 Uhr  



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