Traditional Tibetan Rugs - artelino

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Home Artikel Tibetische Mythologie Hevajra - artelino

Hevajra - artelino

Hevajra.Hevajra ist eine dieser zornigen Gottheiten des tantrischen Buddhismus, der in Tibet, der Mongolei und in Nepal verbreitet ist.

Der Kerl hat zumeist 16 Arme - mindestens aber zwei - und acht Gesichter und vier Beine. Er gehört zur Gattung der "Yidam" Gottheiten. Diese sind Furcht erregend aussehende Wesen, deren Job darin besteht die buddhistische Lehre zu beschützen. Hevajra ist unter tibetischen Buddhisten populär und man findet ihn häufig auf Kunstobjekten des Himalaja dargestellt.

Hevajra aus der Heruka Familie

Hevajra wird immer in geschlechtlicher Vereinigung mit seiner "Freundin" ('Prajna', Gefährtin) Nairatmya gezeigt. Ist er mal allein, heisst er nicht mehr Hevajra, sondern Heruka. Lustig ... oder auch nicht so lustig. Für mich ist das eines dieser tausend nebensächlichen Details, die einen nur verwirren wenn man lediglich das Essentielle tibetischer und buddhistischer Kultur, Religion und Kunst lernen möchte.

Die Sex Stellung, die Hevajra und Nairatmya praktizieren, wird Yab-yum genannt. Aber das erkläre ich in einem anderen Artikel.

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Hevajra Statuen und Thangkas

Hevajra ist der indische Sanskrit Name. Dass es dafür auch einen tibetischen Namen gibt versteht sich von selbst. Ich habe den Namen "kye rdo rje" gefunden. Aber ich bin sicher, dass es dafür bestimmt mindestens ein halbes Dutzend verschiedene Schreibweisen gibt.

Unter ästhetischen Gesichtpunkten haben mich die tibetischen Kunstobjekte mit diesen "Yidam" Abbildungen mit ihren vielen Armen, Köpfen und Füßen immer fasziniert. Als gänzlich von Hand geschaffene Nepal Statue erfordert Hevajra sicherlich das größte Können und den größten Aufwand. Falls Sie mal zusehen konnten unter welchen primitiven Bedingungen und mit welchen einfachsten Werkzeugen diese Figuren geschaffen werden, kann man sich vor so viel Meisterschaft nur verbeugen.

Das immense Können und der Zeitaufwand ist auch einer der Gründe warum solche Figuren allmählich selten werden. Der zweite Grund liegt in fehlender Nachfrage. Westliche Touristen ziehen friedvoll aussehende Buddha Statuen oder Figuren der Grünen oder weißen Tara vor. Somit ist dieses Handwerk zum Sterben verdammt. Wieso sollte ein Nepali Künstler eine Figur schaffen, für die er fünf mal länger braucht und die am Ende niemand haben möchte? Meiner Meinung nach ein Jammer. Aber das ist leider der Gang der Dinge.

Übrigens, was tibetische Thangkas betrifft, gibt es einen zusätzlichen Indikator um Hevajra zu erkennen - die Farbe. Soweit ich weiß wird er immer (?) in blau dargestellt.

Dieter Wanczura, August 2010.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 30. Oktober 2010 um 23:06 Uhr  



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